Das Jahr 2026 bringt wichtige Änderungen für alle, die am Steuer sitzen – sei es beim Autokauf, beim täglichen Pendeln oder beim Parken in der Stadt. Einige Neuerungen betreffen direkt den Geldbeutel, andere verändern rechtliche Rahmenbedingungen oder Sicherheitsanforderungen im Straßenverkehr. Chefinstruktor Daniel Lindinger der ARBÖ Sicher! Fahrsicherheitszentren gibt einen Überblick.
1. Teurere Normverbrauchsabgabe (NoVA) beim Autokauf
Auch im neuen Jahr verteuert die neue CO₂-Berechnungsformel den Kauf vieler Fahrzeuge: Die NoVA richtet sich künftig stärker nach dem CO₂-Ausstoß. Das bedeutet vor allem für Autos mit höherem Emissionswert höhere Abgaben.
2. Autobahnvignette wird teurer – letzte Klebevignetten
Die Preise für Autobahnvignetten steigen moderat: Ein Jahrespickerl für Pkw kostet künftig 106,80 €.
2026 ist außerdem das letzte Jahr, in dem Klebevignetten angeboten werden. Ab 2027 gibt es ausschließlich digitale Vignetten – ein Schritt in Richtung Modernisierung des Verkehrsnetzes.
3. Förderungen für Ladeinfrastruktur und E-Mobilität
Im ersten Quartal 2026 wird die private E-Ladeinfrastruktur mit bis zu 50 % der relevanten Kosten staatlich gefördert. Ebenso laufen Förderungen für E-Mopeds, E-Motorräder, E-Transporträder und E-Falträder – teils bis Ende März oder Ende Februar 2026 – weiter.
4. Höherer Pendlereuro als Teilkompensation
Zur Entlastung von Pendlerinnen und Pendlern wurde der sogenannte Pendlereuro – eine steuerliche Entlastung – ab 1. Jänner 2026 von 2 € auf 6 € pro Kilometer erhöht.
5. Neuregelung der NoVA-Rückvergütung beim Export
Wer ein Fahrzeug exportieren möchte, kann künftig nur noch innerhalb vier Jahren nach Erstzulassung eine NoVA-Rückvergütung erhalten – danach entfällt der Anspruch weitgehend.
6. Euro 7-Abgasnorm tritt in Kraft
Die neue Euro 7-Norm wird ab 29. November 2026 verbindlich. Sie berücksichtigt erstmals auch Reifen- und Bremsabrieb sowie die Haltbarkeit von Akkus bei E-Autos. Ab November 2027 gilt sie auch für die Erstzulassung neuer Fahrzeuge.
7. Parktarife und Parkpickerl werden teurer
Mit Jahresbeginn erhöht die Stadt Wien die Kurzparkzonen-Tarife sowie die Kosten für das Parkpickerl um etwa 30 % – ein wichtiger Punkt für alle Wiener Verkehrsteilnehmer.
Ausblick: Straßenverkehrsordnung (StVO) und Führerscheinrecht
Neben den bereits fixierten Punkten stehen weitere Änderungen im Straßenverkehrsrecht zur Diskussion oder in Begutachtung:
• Kameraüberwachungen in verkehrsberuhigten Zonen könnten ab Mai 2026 leichter eingesetzt werden
• Helmpflicht für E-Scooter und E-Bikes bis zu bestimmten Altersgruppen sowie niedrigere Promillegrenzen sollen die Sicherheit im urbanen Verkehr erhöhen.
• „E-Mopeds“ werden als Kraftfahrzeuge klassifiziert, was Zulassung, Versicherung und Führerscheinpflicht mit sich bringt.
• Im Führerscheinrecht sollen strengere Maßnahmen gegen Prüfungsbetrug, kürzere Wartezeiten bei Wiederholungsprüfungen und erleichterte Regeln für internationale Lenkberechtigungen gelten.
Unser Tipp für sichere Mobilität 2026
Änderungen im Verkehr betreffen uns alle – ob bei der Wahl des nächsten Autos, beim täglichen Pendeln oder beim sicheren Fahren in der Stadt. Die ARBÖ Sicher! Fahrsicherheitszentren empfehlen:
• Informieren Sie sich frühzeitig über neue Gebühren und Abgaben.
• Nutzen Sie Förderungen für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur.
• Planen Sie Parkzeiten und -kosten in Städten wie Wien ein.
• Bleiben Sie auf dem Laufenden über rechtliche Neuerungen im Führerschein- und Verkehrsrecht.
Sicherheit und Transparenz im Straßenverkehr sind unser gemeinsames Ziel.
Bleiben Sie sicher unterwegs!
Foto: Freepik.






