Bei der Thematik S80-Station Lobau, für die sich die gleichnamige Bürgerinitiative seit vielen Jahren einsetzt, gibt es keine Bewegung: Die Gemeinde Wien wird „die Situation weiter beobachten.“ Indes lenkt das engagierte Team von Anrainerinnen und Anrainer wieder vermehrt den Blick auf den mit der Causa verbundenen Goldnesslweg, der wie ein Teilstück der ebenfalls vor Ort befindlichen Brücke gesperrt bleibt.
Eine Wiedererrichtung der Schnellbahnstation Lobau auf der S80-Strecke wird so bald nicht kommen, das scheint jetzt allen gewiss. Die Bürgerinitiative S80 Lobau setzt sich seit mittlerweile drei Jahrzehnten für den Erhalt des Geländes und eine erneute Inbetriebnahme ein, so gab es noch vor dem Sommer eine Petitionsausschuss-Sitzung. Der Antrag und das Bemühen endete zwar mit Ablehnung, „die Gemeinde Wien wird die Situation aber weiter beobachten, ob sich die Bedingungen vor Ort und die Bevölkerungszahlen dahingehend verändern, dass man wieder aktiv wird“, berichtet Cornelia Wehr von der Bürgerinitiative: „Die Situation ist festgefahren.“ Das klingt einem langfristigen Prozess, aber klar ist somit auch, dass hier der Schranken vorerst geschlossen bleibt.
Den vor Ort angrenzenden Goldnesslweg und die ebenso hier befindliche Brücke über die Raffinerie (die dbz berichtete) will man aber nicht aufgeben: Beide bleiben für die Öffentlichkeit gesperrt. Der Weg ist mittlerweile zugewachsen, zum Leidwesen von Heinz Mooss, ebenfalls bei der Bürgerinitiative: „Der Riesenknöterich überwuchert langsam den herrlichen Weg. So wie einst die Ruinen des historischen Angkor Wat….“ Dabei wäre beides, mit der entsprechenden Instandhaltung, passierbar und somit ein absoluter Wunsch der Bevölkerung vor Ort. Im Herbst will man hier weiter Bewusstsein in der Öffentlichkeit dafür schaffen.
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