Mit der vorliegenden Ausgabe unserer dbz-Donaustadt im Blick wollen wir eine inhaltliche Serie starten, die diverse sicherheitsrelevante Aspekte und Bedürfnisse im 22. Bezirk in den Mittelpunkt rückt. Das können ebenso Ereignisse sein, welche die Bevölkerung verunsichern, relevante Entwicklungen, die sich auf Betriebe und Unternehmen auswirken können und streckt sich bis zu Angeboten, die uns auch zu nächtlichen
Stunden ein Gefühl von Sicherheit vermitteln wie Maßnahmen, die ergriffen werden sollten – oder jene, die man selbst in der eigenen Hand hat.
Punkte, die man hier aufgreifen kann, gibt es viele.
Und darum freuen wir uns auch auf ihre Zuschriften zum Thema, liebe Leserinnen und Leser, denn zu dieser Causa gibt es unter dem Überbegriff „Sicherheit“ vieles aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln zu berichten.
Schreiben Sie uns: redaktion@imblick.wien!
Manchmal reicht ein persönliches, nicht so angenehmes Erlebnis. Oder eines, das man von anderen einfach nur mitgeteilt bekommt. Da und dort liest man von unliebsamen Geschehnissen, die das eigene, unmittelbare Umfeld betreffen. Und schon kann all das zu einem Einfluss auf das eigene Empfinden führen, mit dem man sich im Alltag bewegt. Mit der eigenen Erfahrung gemischt, fragt man sich dann: Ist es wirklich so? Oder muss man Ereignisse auch immer in Relation setzen? Hilft es, da und dort einmal durchzuatmen und zu überlegen? Oder braucht es den sprichwörtlichen Finger in der Wunde, bis endlich alle alarmiert sind und sich eine übergeordnete Instanz mit einem Problem befasst? Verbindet man all diese Gedankengänge mit dem Überbegriff der Sicherheit, dann hat die Bevölkerung aus dem 22. Bezirk auch unterschiedliche Sichtweisen und Blickwinkel dazu.
Denn die Donaustadt ist nicht nur flächenmäßig, sondern auch von der Einwohnerzahl der
mittlerweile größte „Hieb“ in unserer Stadt. Unterteilt in neun Bezirksteile, mag das jeweilige Sicherheitsgefühl wohl auch entsprechend unterschiedlich ausfallen – je nachdem, wo man zuhause ist oder sich gerade befindet. Über die vergangenen Monate wurde in anderen heimischen Medien so etwa immer wieder von „Jugendbanden“, „Vandalenakten“ oder anderweitigen Delikten berichtet, vom Raub bis hin zu Einbrüchen – klarerweise auch im 22. Bezirk. Aber lassen sich diverse Straftaten auf einen einzelnen Bezirk, und sei es auch der größte, überhaupt herunterbrechen und kann man daraus eine valide Tendenz ableiten? Oder ist es vielmehr eine Entwicklung, welche eigentlich eine Stadt oder übergeordnet, ein ganzes Land betrifft? „Kleinere wie größere Delikte gibt es natürlich auch in der Donaustadt, es hat sie immer schon gegeben und sie treten auch weiterhin auf“, heißt es auf Nachfrage bei der LPD im 22. Bezirk: „Man muss diese aber vor allem in Relation zur Bezirksgröße setzen, auch wenn es das individuelle Sicherheitsgefühl für Betroffene natürlich beeinflusst.“
Um das individuelle Sicherheitsgefühl zu stärken, geht die Exekutive in der Donaustadt regelmäßig in die Offensive und bietet neben Sprechstunden im öffentlichen Raum auch den „Präventionsbus“ als Sammelpunkt für Anliegen und Sorgen an. Dieser steht am
18. November von 08:00-16:00 Uhr am Spar-Parkplatz beim Biberhaufenweg 117 und berät die ansässige Bevölkerung zu Sicherheitsthemen aller Art. Und diese können mannigfaltig sein, wie Andreas Dvorak anführt: „Wir erleben tagtäglich die Quittung einer verfehlten Migrations- und Sicherheitspolitik im öffentlichen Raum. Große U-Bahn-Knotenpunkte wie Kagran, das Umfeld des Donauzentrums sowie Stationen der U1 und U2 sind zu Unruhezonen geworden“, so der Bezirksvorsteher-Stellvertreter der FPÖ Donaustadt: „Es ist traurige Realität, dass sich Frauen, Kinder und ältere Mitbürger nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße trauen, weil der öffentliche Raum zunehmend von kriminellen Banden und Halbstarken dominiert wird.“
Dvorak fordert mehr Polizei auf den Straßen, dauerhafte Fußstreifen oder auch eine
„lückenlose Videoüberwachung an allen bekannten Hotspots und eine sofortige
Beleuchtungsoffensive für finstere Parkanlagen und Angsträume.“ Für das Engagement der Polizei zeigt sich Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy besonders dankbar, weil es dazu helfe, dass die Donaustadt auch weiter „ein Bezirk mit höchster Lebensqualität ist. Das zeigt sich auch beim Thema Sicherheit. Hier ist die Kriminalität in fast allen Bereichen rückläufig, einzig bei den Autoeinbrüchen nicht.“ Ist somit das jeweilige Empfinden manchmal trügerisch oder führen manche Tendenzen berechtigterweise zu Sorgen und Ängsten?
Während sich man manche Geschehnisse nur bedingt selbst beeinflussen lassen, lässt sich jedenfalls der Fokus auch auf das eigene, unmittelbare Umfeld lenken und was man tun kann, um sich sicherer zu fühlen:
Das eigene Bewusstsein dafür stärken – etwa, wenn es um Dämmerungseinbrüche geht Denn diese werden auch heuer wieder verübt. Mit Sicherheit.
In der nächsten Ausgabe: Teil 2 der Serie.
Fotos: dbz, zVg, Magnific