Diese große Schau auf 45 großformatigen Tafeln mit 340 Bildern von anno dazumal kann 2026 bei einem Spaziergang, einer Wanderung oder auch einer Radtour durch die Obere Lobau erkundet werden. Die Ausstellung zeigt die verheerenden Hochwässer der Donau, deren Regulierung, die blutige Schlacht Napoleons 1809, das kaiserliche Jagdgebiet, Wilderer-Geschichten, den Bau des Ölhafens und Donau-Oder-Kanals durch Zwangsarbeiter uvm.
Gestaltet wurde diese äußerst interessante Bilderreise übrigens von Lokalhistoriker Robert Eichert, unserem langjährigen Autor der dbz-Serie „geschichte im blick“. Noch dazu feiert er heuer sein 20jähriges Jubiläum als dbz-Serienautor – von 2006 bis 2026, so lange gibt es diese Serie nun bereits in der dbz – wir gratulieren! Passend zur Ausstellung kann auch sein gleichnamiges Buch um 20 € im Buchhandel erworben werden.
Die Tour beginnt im Nationalparkhaus wien-lobAu am Dechantweg 8 (Saisonstart 4. März, 10 bis 18 Uhr), dort ist der erste Ausstellungsteil zu sehen. Hier kann man die Trinkflasche auffüllen, die Sanitärräume aufsuchen und auch einen Gratis-Lobauplan mitnehmen. Der zweite Teil der historischen Bilder-Schau kann dann gleich außen am Zaun um’s Eck Richtung Lobau besichtigt werden. Und das auch, wenn hier jeweils Montag und Dienstag geschlossen ist. Dann geht’s schon weiter zur bekannten Dechantlacke. Wer Lust hat und das Wetter spielt mit, hüpft noch schnell mal ins Wasser. Weiter nun über den Josefsteg, der auch ein guter Aussichtspunkt zur Sumpfschildkröten-Beobachtung ist. Dann wandert man durch die Kastanienallee bis zum Grundwasser-Brunnen am Ende der Saltenstraße. Dort am Zaun sind weitere 12 Tafeln angebracht – das Layout stammt übrigens von Josef Gerstenmayer – und der historische Wissensdurst darf hier weiter gestillt werden. Aber nicht nur dieser, den Durst nach frischem Lobau-Grundwasser kann man hier ebenfalls stillen.
Dann spazieren, wandern oder fahren wir entlang der Vorwerkstraße bis zum Rastplatz mit Brunnen zwischen den Wohngebäuden der MA 49. Hier stehen Bänke und Tische zur Rast bereit, die mitgebrachte Jause kann bequem verzehrt werden und danach sieht man sich 6 weitere interessante Ausstellungstafeln an. Von den Sitzbänken aus können die beiden ehemaligen Forsthäuser aus dem Biedermeier bestaunt werden. Schon als Napoleon hier 1809 Krieg führte, gab es diese. Damals war es aber noch die Insel Lobau. Von 1975 bis 2009 war hier das Lobaumuseum untergebracht. Dann ein paar Schritte weiter an der Straße rechts am großen Geräte-Stadl nochmals 2 Tafeln über die Landwirtschaft in der Lobau. Hier kann die Ausstellungsrunde beendet werden, wenn man möchte. Entweder man nimmt den gleichen Weg zurück, oder aber man spaziert an der Panozzalacke vorbei zum Ausgangspunkt Nationalparkhaus. Für den genauen Weg dorthin nimmt man nun am Besten die mitgenommene Lobaukarte zur Hand. Der Weg gleich nach der netten Imbissbude am Wasser zum Ausgangspunkt zurück ist für Fahrräder nicht gestattet!
Wer aber nach den beiden Ausstellungstafeln am Geräte-Stadl nicht zurück, sondern noch weiter will, muss nun die Vorwerkstraße vorwärts am Forsthaus vorbei bald nach links Richtung Esslinger Furt, von dort über die Brückerl. Hier verlassen wir nun die Lobau und spazieren durch die Gartensiedlung bis zum Kulturstadl, der sich mitten in Essling gleich neben einer Bushaltestelle der Linie 26A Richtung U2 und U1 befindet. Hier an der Außenwand eines alten Marchfeld-Stadls gibt es 6 weitere Ausstellungstafeln zu erkunden. Natürlich könnte diese „Historische Bilderreise durch die Wiener Lobau“ auch in umgekehrter Richtung angegangen werden, diese endet dann eben beim Nationalparkhaus wien-lobAU, gleich neben dem Roten Hiasl, einem historisch interessanten Gasthaus, das übrigens auch in dieser Ausstellung behandelt wird! Von hier aus kommt man dann öffentlich gut mit dem Bus Richtung U2.
Die dbz hofft, dass wir Ihnen hiermit einen guten Ausflugstipp in den Nationalparkteil Obere Lobau geben konnten und Sie dadurch einen schönen Tag in der Natur verbringen werden, verbunden mit einer interessanten historischen Bilderreise!
Foto: Kurt Kracher.






